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Welschkornbrei und Quittenschnitz - ein Buch von Willy Oesterle

Der Autor erzählt das einfache Leben in seinem schwäbischen Dorf vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg.

1952 den Kauf eines Motorrades, das Hineingleiten in den Moto-Cross-Rennsport.

Werksfahrer bei DKW, Maico und für den eigenen Betrieb mit seiner Eigenkonstruktion "Oepo". Er beschreibt schwere Unfälle und, dass es ein Wunder ist, dass er noch lebt. Viele Erfolge.

 

Zur Nationalhymne oben auf dem Treppchen stehen, traumhaft schön! Jugendträume waren in Erfüllung gegangen. Menschen in ganz Europa kennen lernen. Reisen in den fünfziger Jahren war noch nicht so einfach wie heute. Er versucht alles hautnah und mit Blick in seine Seele zu erzählen.

Kommentare:
- mit Begeisterung gelesen,- Klasse; - sehr unterhaltsam, witzig geschrieben.
- wohltuende Offenheit: -echt aus dem Leben, ohne Schnörkel;
- man kann die Lebensabschnitte nachfühlen, außergewöhnlich Ihre philosophische Ader,- hochinteressantes Zeitdokument.
- Ich, habe in Ihrem Buch etwas soooo grosses gefunden, das mich fesselt. Danke für Ihr, in heutiger Zeit leider viel zu selten gewordenes Gefühl und Herzblut.

 

Welschkorn = Mais
Welschkorn = welsches Korn = ausländisches Korn ist Mais. Dieser Mais wurde auf einem Acker selbst angebaut. Wenn er reif war, wurden die Maiskolben einzeln abgebrochen. Danach wurden zu Hause die Blätter nach hinten gestülpt und mit einem zweiten Kolben zusammengeknotet. Damit konnte man sie an einer Stange zum Trocknen aufhängen. So waren sie auch gleich geschützt vor den Mäusen.

Wenn dann im Winter der Speiseplan mit Welschkorn ergänzt werden sollte, wurden die Körner an der Simmere von Hand abgeraspelt. Damit die Körner leichter weggingen, legte man die Maiskolben nach dem Brotbacken noch in den Backofen. Durch das Trocknen ging das Abraspeln leichter. Dann brachte man die Körner in die Mühle, dort wurden sie zu Welschkornschrot gemahlen. Die Simmere war ein rundes Gefäß aus Holz mit einem Flacheisen quer oben drüber. Drehte man die Welschkornkolben mit festem Druck an dem Eisen vorbei, dann fielen die Körner in das Gefäß.